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Der Verein - Die Flugzeuge - Die Aktionen

Die Luftsportgemeinschaft Wolfenbüttel e.V

Die LSG Wolfenbüttele.V. ist ein Luftsportverein, der 1949 gegründet wurde und Mitglied im Landesverband Niedersachsen des Deutschen Aero-Clubs ist. Die Flugzeugflotte besteht aus zwei doppelsitzigen und drei einsitzigen Segelflugzeugen sowie einem Motorsegler, der auch zum Flugzeugschlepp verwendet werden kann.

Der Flugplatz

Unser Segelflugplatz befindet sich am Südrand Wolfenbüttels zwischen der Okertalsiedlung und Neindorf. Zu den Anlagen gehören neben der 1000 Meter langen Startbahn auch der Flugzeughangar, eine Fahrzeughalle, die Werkstatt, das Vereinsheim mit diversen Räumlichkeiten und ein Zelt- und Grillplatz mit Feuerstelle. Der Flugbetrieb findet während des Sommerhalbjahres an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in der Regel von 10 bis ca. 18 Uhr statt.

Das Vereinsleben

Nach Beendigung des Flugbetriebs ist es nicht unüblich, dass eine große Anzahl von Mitgliedern und Angehörigen den Tag beim Grillen oder am Lagerfeuer ausklingen lassen. Darüber hinaus wird die Gemeinschaft auch außerhalb des Flugplatzes zum Beispiel bei Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten gelebt. Oft wird auch ein komplettes Wochenende am Flugplatz verbracht, bei dem man zusammen viel erlebt. Während der Sommerferien findet jedes Jahr ein zweiwöchiges Fluglager statt, bei der die Zeit gemeinsam am Flugplatz verbracht wird. Vor allem für Flugschüler ist diese Zeit in Hinblick auf ihre Ausbildung sehr willkommen, da täglich geflogen wird. Zur Steigerung des fliegerischen Horizonts und Knüpfen neuer Kontakte zu anderen Vereinen wird das Fluglager auch regelmäßig auf einem fremden Flugplatz durchgeführt. In den Wintermonaten wird unter Anleitung der entsprechend ausgebildeten Werkstattleiter die Wartung der Flugzeuge und Fahrzeugen durchgeführt und dabei kleinere Reparaturen erledigt. Dabei können auch nützliche handwerkliche Fähigkeiten erlernt werden. Obwohl es sich bei den zu erledigenden Aufgaben um „Arbeit“ handelt, macht es dennoch sehr viel Spaß. Die lockere Atmosphäre und die gemeinsame Zeit in der Werkstatt verkürzen dabei den sehnsüchtig erwarteten Beginn der Flugsaison. Die Winterarbeit endet mit der Jahresnachprüfung, bei der durch einen behördlichen Prüfer der technisch einwandfreie Zustand der Flugzeuge bescheinigt wird.

  • Unsere Flotte
  • Unsere Fahrzeuge
  • Unsere Aktionen 2017/2018

Alexander Schleicher ASK 21

Die "21" ist wohl eines der meistverbreitetsten Segelflugzeuge weltweit. Sie wird seit 1979 bis heute gebaut. Sie zeichnet sich durch besonders gutmütige Flugeigenschaften aus und wird daher nahezu ausschließlich für die Schulung im ersten Ausbildungsabschnitt verwendet. Aber auch Streckenflüge sind mit diesem Flugzeuge möglich. Weiterhin ist sie kunstflugtauglich und wird von unseren Kunstfliegern gerne genutzt.

Der Flugzeugrumpf besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ruder und Klappen werden über Gestänge und Seilzüge angesteuert.

Daten
Spannweite: 17 Meter
Rumpflänge: 8,35 Meter
Leermasse: ca. 360 kg
max. Abflugmasse: 600 kg
Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
Mindestgeschwindigkeit: ca. 65 km/h
Gleitzahl: 33,5

Schempp-Hirth Duo Discus X

Der "Duo" wird seit 1993 beim Kirchheimer Hersteller Schempp-Hirth gebaut. Die Variante "X" wurde erstmals auf der Aero in Friedrichshafen 2005 vorgestellt. Die Luftsportgemeinschaft Wolfenbüttel e.V. erwarb den Duo 2006 und nannte fortan den "500ten" Duo Discus ihr Eigen.
Der Duo Discus ist ein doppelsitziges Hochleistungssegelflugzeug, das auch heute noch beachtliche Flugleistungen erzielt. Von den Vereinsmitgliedern wird er meist zu Überlandflügen über mehrere hundert Kilometer oder zu Erkundungsflügen in Platznähe verwendet.

Daten
Spannweite: 20 Meter
Rumpflänge: 8.62 Meter
Leermasse: 410 kg
max. Abflugmasse: 750 kg
Höchstgeschwindigkeit: 275 km/h
Gleitzahl: 46-47

Alexander Schleicher K8B

Die "K8B" ist ein Entwurf Alexander Schleichers aus dem Jahr 1957. Sie ist ein Schulterdecker mit Flügeln in Rippenbauweise, teilweise mit Stoff bespannt. Der Rumpf besteht aus einem mit Stoff überspannten Stahlrohrgerüst.
Der Einsitzer wird im Verein hauptsächlich zur Anfängerschulung in der Allenflugphase während der Ausbildung verwendet. Das Flugzeug ist sehr robust und gutmütig. Fast ausschließlich alle Mitglieder unseres Vereins haben auf diesem Flugzeug ihren ersten 50km-Überlandflug während ihrer Ausbildung absolviert. Das ist eine bleibende Erfahrung.

Daten
Spannweite: 15 Meter
Rumpflänge: 7 Meter
Leermasse: ca. 190 kg
max. Abflugmasse: 310 kg
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Mindestgeschwindigkeit: ca. 55 km/h
Gleitzahl: 25

Alexander Schleicher Ka6E

Die Ka6E "Röhnsegler" ist das letzte, komplett aus Holz gebaute Segelflugzeug aus dem Hause Schleicher. Es stellt die Krönung und den Abschluss der Konstruktion von leistungsfähigen Flugzeugen aus Holz zur Mitte der 60'er Jahre des vorigen Jahrhunderts dar. Das einsitzige Flugzeug hatte 1955 seinen Erstflug und wurde in unterschiedlichen Versionen bis 1970 produziert. Ihr Rumpf ist komplett aus Holz hergestellt, lediglich die Bugnase ist bereits aus Kunststoff.
Die Ka6 ist zwar ein gutmütiges Flugzeug, man merkt ihr aber die Leistungsausrichtung durchaus an. Daher wird sie auch heute im Verein eher von Scheinpiloten und nur von fortgeschrittenen Flugschülern geflogen.

Daten
Spannweite: 15 Meter
Rumpflänge: 6,68 Meter
Leermasse: 185 kg
max. Abflugmasse: 300 kg
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Gleitzahl: 30-33

Rolladen Schneider LS4a

Die Konstruktion des einsitzigen Segelflugzeuges stammt aus dem Jahr 1980. Bis 2007 wurden von diesem leistungsstarken und gutmütigem Einstitzer über 1000 Exemplare gebaut. Die LS4 ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Sie wird von den Scheinpiloten für Überlandflüge verwendet und kann an einem guten Tag mehrere hundert Kilometer zurücklegen. In der Ausbildung wird sie nur ausnahmsweise für solche Flugschüler eingesetzt, die bereits kurz vor der Scheinreife sind.

Daten
Spannweite: 15 Meter
Rumpflänge: 6,84 Meter
Leermasse: 235 kg
max. Abflugmasse: 475 kg
Höchstgeschwindigkeit: 280 km/h
Mindestgeschwindigkeit: 68 km/h
Gleitzahl: 40,5

Scheibe Flugzeugbau SF 25 C "Falke"

Der "Rotax-Falke" ist der Motorsegler unseres Vereins. Dieses robuste Flugzeug ist in vielen Vereinen in Deutschland beheimatet und zeichnet sich durch seine gutmütigen Flugeigenschaften, seine einfache Wartung und Zuverlässigkeit aus. Der doppelsitzige Motorsegler ist ein in Gemischtbauweise hergestelltes Flugzeug. Die Tragflächen bestehen aus einer Holzkonstruktion mit Stoffbespannung, der Rumpf aus einer stoffbespannten Stahlrohrkonstruktion. Anders als in Segelflugzeugen sitzen hier die Piloten nebeneinander.
Angetrieben wird der "Falke" von einem 100 PS starken Rotax-Vierzylinder-Boxermotor, der über ausreichend Leistungsreserven verfügt, so dass er nicht nur für Flüge in die Umgebung und darüber hinaus verwendet werden kann sondern auch zum so genannten "F-Schlepp", also dem Schleppen von Segelflugzeugen, verwendet wird.

Daten
Spannweite: 15,3 Meter
Länge: 7,6 Meter
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Reisegeschwindigkeit: 150 km/h
Mindestgeschwindigkeit: ca. 60 km/h
Reichweite: ca. 400 km
Dienstgipfelhöhe: ca. 4300m
Leermasse: 438 kg
max. Abfluggewicht: 650 kg
Gleitzahl: 23-24

Die Schleppwinde

Die "Alte Winde" ist eine Doppeltrommel-Winde mit einem Benzin-getriebenen Schleppmotor. Die Trommeln werden hydraulisch eingekuppelt, die Schleppgeschwindigkeit über einen Gashebel geregelt. Die Winde ist komplett im Verein entstanden und tut dort seit über 30 Jahren zuverlässig ihren Dienst.
Das Fahrgestell ist ein Magirus Rundhauber Typ Mercur, Baujahr 1955.

Der Seilrückholer - "Lepo"

Unser Seilwagen, also das Fahrzeug, das die Seile von der Winde zum Start auszieht, ist ebenfalls in Handarbeit im Verein auf Basis eines VW Taro gebaut worden. Die beiden Seilausleger können über eine Vorrichtung in der Fahrerkabine ausgeklinkt und eingeschwenkt werden, was den Prozess des Seilauslegens deutlich beschleunigt.
Der "Lepo", so werden diese Fahrzeuge an den meisten Flugplätzen genannt (der Überlieferung nach war der erste "Lepo" ein "Opel", und Opel rückwärts ausgesprochen heißt "Lepo"), wird zusätzlich noch dazu verwendet, gelandete Flugzeuge aus der Bahn zu ziehen oder Gäste und Vereinsmitglieder zu transportieren.

Der Flugzeug-Rückholer

Der Rückholer, bei uns schlicht und einfach "Mercedes" genannt, ist ein alter 190'er Benz, der hauptsächlich dazu verwendet wird, gelandete Flugzeuge wieder an den Start zu ziehen.

Schnupperwochenende

Im vergangenen Mai bot die LSG Wolfenbüttel e.V. zwei Schnupperwochenenden an. An diesen drei Tagen erhielten die Teilnehmer einen intensiven Einblick in den theoretischen und praktischen Teil des Segelfliegens, vermittelt von engagierten Fluglehreren. Neben einem Block an Theorieunterricht wurden in den folgenden Tagen auch zahlreiche Starts durchgeführt.

Fluglager Wolfenbüttel&Goslar

Das Fluglager im Juli 2017 fand gemeinsam mit unseren Fliegerfreunden vom Bollrich in Goslar in Wolfenbüttel und in Goslar statt. Gemeinsam wurden die sehr unterschiedlichen und anspruchsvollen Plätze in der Ferienzeit mit viel Leben gefüllt. Unseren Freunden in Goslar gilt unser herzlicher Dank!

60 Jahre Oktertalsiedlung

Als lokaler Verein in Wolfenbüttel sind wir nicht nur örtlich verbunden mit der Okertalsiedlung. Viele Mitglieder entstammen dieser Siedlung und die Anwohner sind gern gesehene Gäste auf unserem Flugplatz. Daher war der Verein auch anlässlich des 60. Jubiläums der Siedlergemeinschaft gerne anwesend und wünscht den Siedlerinnen und Siedlern weiterhin alles Gute.

Segelflug-AG des THG Wolfenbüttel

Gemeinsam mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium bot die LSG Wolfenbüttel e.V. ineressierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, im Rahmen einer Schnuppermitgliedschaft den Segelflugsport kennen zu lernen.

Hangflug am Ith

Der Hangflug am Ith im vergangenen Oktober fiel dieses Jahr aufgrund schlechten Wetters buchstäblich ins Wasser. Daher genossen wir einfach so die wunderbare Atmosphäre am Flugplatz unserer Fliegerfreunde von den Ithwiesen

Besuch der ILA 2018

Mit einer kleinen Truppe besuchte die LSG Wolfenbüttel e.V. die diesjährige ILA Ende April 2018 in Berlin und genoss einen sehr erlebnisreichen Tag bei bervorragendem Wetter.